Review zur Lord of Games 2019

Von 30. Mai bis 02. Juni fand in Kapfenberg wieder einmal die Lord of Games statt und auch NOXsports war mit einer kleinen Delegation vor Ort.

Location: In der Eishalle von Kapfenberg war genügend Platz für knapp 300 Gamer und ein paar Streamer. Die Ladezone direkt vor dem Eingang war nicht riesig, dennoch hatte man nicht das Gefühl dass ein Gedränge entsteht. Kostenlose Parkplätze waren in unmittelbarer Nähe mehr als genügend vorhanden – andere Veranstalter wie etwa die ESF sollten sich hier ein Beispiel nehmen. Die erste Nacht war leider etwas frostig und trieb einige Gamer zu Media Markt wo sie sich mit kleinen Heizstrahlern eindecken konnten, doch kann man das Wetter den Organisatoren nicht wirklich ankreiden. Media Markt unterstützte die Veranstaltung mit 25% Preisnachlass für alle LAN-Teilnehmer was auch dankend angenommen wurde. Wir nahmen trotzdem das Angebot unseres Mitglieds „TrAsHMaN“ dankend an und nächtigten bei ihm in der Nähe der LAN.

Catering: Eine Kantine die während der Öffnungszeiten des benachbarten Hallenbads vorhanden war, wurde natürlich gut besucht. Mehrere Geschäfte und ein Chinarestaurant befanden sich auch in der näheren Umgebung. Besonders hervorheben allerdings möchte ich hier den Lieferservice des „Old Dutch“. Die dortige Küche arbeitete auf Hochbetrieb um die zahlreichen Bestellungen der Gamer abzuarbeiten. Die Wartezeiten hielten sich in Grenzen und das komplette Team schien hochmotiviert. An dieser Stelle von mir deshalb ein großes Lob und ein herzliches DANKE.

Turniere: Das erste Turnier fand bereits Donnerstag Abend statt, als diejenigen die sich den Fenstertag nicht frei nehmen konnten noch nicht vor Ort waren, allerdings handelte es sich dabei nur um das Funturnier „Blobby Volley“. Als Hauptturniere waren Counter Strike GO, League of Legends und Overwatch ausgeschrieben, gleichzeitig gab es auch noch mehrere weitere Turniere wie Call of Duty, Hearthstone und PUBG. Während bei CS:GO und LoL neben Sachpreisen auch um Preisgelder gespielt wurde, gingen die Overwatch Spieler leider leer aus was für die Beteiligten sichtbar enttäuschend war. Die kleineren Turniere wurden mit Sachpreisen belohnt, beim Bühnenturnier „Lord of Games“ konnte sich die Siegerin zum Beispiel über einen Curved Monitor freuen.

Auch NOXsports war bei den Turnieren erfolgreich. Einem 1. Platz in Blobby Volley durch Community Spieler Patrick „MAsta-P“ P. wo er eine mechanische Gaming Tastatur gewann, folgten Platz 2 und 3 in Fifa 19 1on1 durch Heimo „Bob Rooney“ Prettenthaler und Manuel „ManoLo“ Danecek die mit Controller und Funkmouse belohnt wurden. Stefan „TrAsHMaN“ Lenger konnte in einem Mixed LineUp mit Daniel „eMMi“ Emmerstorfer und Kevin „Ikki“ Gaitzenauer von INRI.eSports in Call of Duty 3on3 überzeugen und gewann Lüfter von Noctua.

Fazit: Auch wenn die Lord of Games mit einer VulkanLAN noch nicht mithalten kann, überzeugt sie mit einer familiären Atmosphäre, einer guten Organisation und einem freundlichen Umfeld. Es wurden auch gute Kontakte zu anderen anwesenden Organisationen wie INRI.eSports und Vulkan eSports geknüpft die hoffentlich als Basis für zukünftige Projekte und Kooperationen dienen. Ein Dankeschön geht natürlich an das Orga-Team rund um Dominik „Tarifas“ Habe für die Gastfreundschaft und einen reibungslosen Ablauf.

Wir freuen uns auf das nächste Mal , bis dahin „never surrender“ , euer Bob Rooney

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rooty’s LAN Review

Etwas verspätet aber doch, möchte ich euch meine persönlichen Eindrücke über die beiden größten LAN-Partys in Österreich vermitteln.

Vulkan LAN

Als erstes widme ich mich der LAN, die ich mit Freunden auch schon vor NOXsports seit Jahren besucht habe. Die VULKAN-LAN, laut meinen Recherchen gibt es diese Veranstaltung mittlerweile seit 11 Jahren. Allerdings war dies bisher immer eher eine „normale“ LAN auf der esports keine große Rolle spielte. Doch dieses Mal, am 26. Oktober 2018, bei der 46. Austragung der Veranstaltung stand alles im Zeichen des elektronischen Sports.
Hammer Bühne mit gestellten PC`s
Angefangen von einer eigens dazu gemieteten Halle, über eine Bühne mit 12 aufgebauten Rechnern für die Finale in den jeweiligen Turnieren, bis hin zu einem professionellen Übertragungsteam von Austrian Force, mit Casterdesk und allem was das Regie-Herz begehrt. Über 500 Teilnehmer durften sich um „Lanes“ – „Checkpoints“ – „Bomb defuses“ – „Rundenzeiten“ – „Tore“ – ob nun mit oder ohne Auto, in der virtuellen Welt battlen. Alles ganz im Zeichen der schnellstwachsendsten Sportart der Welt. Gesponsert durch Größen wie A1, Bearing Point, SSI Schäfer oder GRAWE um nur ein Paar zu nennen, wuchs die eigentliche Spaßveranstaltung zu einem professionellen Sportevent für alle Gamerinnen und Gamer. Sogar Vertreter von Red Bull kamen um sich einen Eindruck zu verschaffen, schließlich folgte deren LAN-Event schon eine Woche danach, aber dazu später mehr. Unser NOXsports Team bzw. mein Freundeskreis und ich entschlossen uns für einen Zusammenschluss des „nur48Stunden Stammtisches“ und „NOXsports“. Somit waren wir mit stattlichen 16 Mitgliedern vertreten. Natürlich traten wir auch in einigen esports Disziplinen wie z.b. Hearthstone, Overwatch, PUBG, Counter Strike GO oder League of Legends an. Zwar nicht mit dem größten Erfolg gekrönt, aber wie immer mit Herzblut und dem „niemals aufgeben“ Motto. Nebenbei waren wir klarerweise auch für Spaßturniere wie „Mario Kart“ oder ein inoffizielles Pokerturnier zu haben.
NOXsports & Stammtisch nur48stunden vereinen sich
Für mich als persönliche Krönung gab es dann noch eine Einladung, das Halbfinale und das Finale in Counter-Strike GO live, gemeinsam mit einer jungen Streamerin namens „piiinkyyy“ zu kommentieren. Natürlich war nicht alles eitel Wonne, aber trotz der Tatsache, dass die Veranstalter zum ersten Mal in einem solchen Ausmaß die Veranstaltung vergrößert haben und so viele neue Dinge zu beachten waren, muss ich ein großes Lob aussprechen für die Umsetzung des Events. Für den esports in Österreich und in der Steiermark, war dies ein wichtiger und riesiger Schritt in die richtige Richtung – und wie mittlerweile bekannt ist wird es nächstes Jahr eine Fortsetzung des ganzen geben. Also ich freue mich drauf !!

Red Bull Planet One

Wie bereits im vorangegangenen Artikel erwähnt, hat sich auch einer der bekanntesten Hersteller von Energy Drinks,  „Red Bull“ endlich eine esports Veranstaltung in Österreich in sein Portfolio geholt. Die „Planet One“ fand vom 2. bis zum 4. November in der Metastadt in Wien statt. Die Erwartungen waren grenzenlos, ist Red Bull immerhin für tolle Sportevents und deren Veranstaltung bekannt. Leider muss ich hier schon auf die Bremse treten und meine herbe Enttäuschung Kund tun, sowohl über die Organisation auf der LAN als auch über die Versorgung der Teilnehmer.
LAN über mehrere Stockwerke – auch nicht Alltäglich
Das Publikum war nahezu das selbe wie eine Woche zuvor im beschaulichen Feldbach auf der Vulkan-Lan, daher war es einfach nach Meinungen unter den Teilnehmern zu Fragen und Vergleiche zwischen den beiden Events zu Ziehen. Um euch einen möglichst realistischen Einblick in das Event zu geben, schweife ich für ein Beispiel kurz ab:

Auf der LAN angekommen – ich führe mittlerweile aufgrund meines gehobenen Alters immer ein aufblasbares Bett mit mir – begab ich mich zum Infostand von Red Bull, um zu Fragen wo ich denn mein Bett aufbauen dürfe. Diese Frage wurde von dem Standmitarbeiter müde belächelt und mit der für mich niederschmetternden Antwort „Sie wissen schon, dass man auf so einer Veranstaltung nicht schlafen darf ?“ abgetan. Wir analysieren den Satz : Ich befinde mich als nicht ortsansässiger auf einer Veranstaltung, die mehr als 40 Stunden dauert – die auf „esports“ ausgelegt ist (Esportler brauchen nicht ausgeschlafen zu sein, um sich eventuell konzentrieren zu Können) und „DARF“ nicht schlafen?! Um sicher zu gehen, dass ich den netten jungen Mann nicht falsch verstanden habe, fragte ich nochmals nach und er meinte nur es gäbe aber eine „Chill Out Area“ wo ich mich erholen kann aber schlafen dürfe ich dort leider auch nicht.

Ich fahre seit mittlerweile 18 Jahren auf LAN-Veranstaltungen und mir wurde bisher auf keiner gesagt, dass es „verboten“ oder nicht „erwünscht“ sei wenn man schläft. Auf jeder LAN auf der sich meine Wenigkeit bisher eingefunden hat gab es auch einen Schlafbereich, schließlich kann oder will sich nicht jeder Teilnehmer ein Hotelzimmer zusätzlich nehmen. Hier muss ich allerdings gestehen, dass ich nicht weiter nachgeforscht habe woran dies lag – eventuell hat es etwas mit den Wiener Gesetzen zu tun – oder mit der Art der Veranstaltung. Natürlich haben etliche der Teilnehmer die kein Hotel gebucht hatten, oder zum schlafen nach Hause fahren konnten, einfach auf der LAN geschlafen und es gab deswegen auch keine Beschwerden. Gut in jungen Jahren habe ich oft auf LAN’s durchgemacht und das war kein Problem. Aber in diesem speziellen Fall hätte ich dann nach 40 Stunden durchmachen noch 2 Stunden Autofahrt vor mir gehabt, oder ich hätte mir den Montag frei nehmen müssen, um mich Sonntags auszuschlafen. Weiter ging es mit der Essens- und Getränkeversorgung: Es gab – Überraschung : Red Bull Energy Drinks. Weiters gab es eine kleine Bar im oberen Bereich der LAN, wo man kleine Sandwiches bzw. Wraps und Getränke in winzigkleinen Flaschen bekam. Allerdings waren diese so „klein“ und so „teuer“, dass ich dieses Areal genau einmal besucht habe und zu dem Entschluss kam, mir für den Rest der Veranstaltung woanders Verpflegung zu besorgen. Grundsätzlich wäre auch dies kein Problem, da ich auf solchen Events meisst Selbstversorger bin. Diesmal jedoch hatte ich auf die Verpflegung vor Ort gehofft, da ich mir Gepäck ersparen wollte. Somit wurde der Freitag was Proviant anging zur echten Challenge ab Mitternacht (man durfte ja nicht schlafen),. Allerdings gab es ab diesem Zeitpunkt auf der gesamten LAN nichts mehr zu kaufen (!!!) da absolut nichts mehr offen hatte, nicht mal die angesprochene überteuerte „Minibar“. Aber wir wollen nicht nur schimpfen. Sicherheit wurde auf diesem Event ganz groß geschrieben. Und ich meine GROSS³. Gefühlt gab es 300 Security Mitarbeiter, die sowohl die Zutrittskontrolle von außerhalb, als auch innerhalb der LAN regelten. Dies ging soweit, dass wenn man vom „normalen“ LAN Bereich in den LAN+ Bereich wechseln wollte, man 2 mal kontrolliert wurde beim Ein- und Ausgang. Die Zutrittskontrolle für Aussenstehende bzw. Besucher schien mir logisch, doch die fortwährenden Kontrollen innerhalb des Gebäudes machten für mich nur wenig Sinn. Dies gipfelte am Sonntag darin, dass es den Vereinsobmännern von Warkidz beinahe untersagt wurde dem CS:GO Finale, in welchem sich ihr Team befand und das sie anfeuern wollten beizuwohnen. Hier stellt sich nun die Frage – gab es keine Bühne wie auf der Vulkan LAN ? Natürlich gab es eine Bühne mit aufgebauten PC’s und Monitoren. Es gab auch wieder eine Übertragung ins Internet und einen Kommentatorenplatz. Alles wirkte superprofessionell und top ausgestattet. Allerdings nicht für das Finale von Counter-Strike GO, dieses durfte, konnte oder sollte nicht auf der Bühne ausgetragen werden. Die 10 Sportler, die es sich erkämpft hatten in Ihrer Disziplin im Finale zu stehen, durften nicht so wie alle anderen E-Sportler auf dem Event auf die Bühne um öffentlich ihr Können zu Zeigen. Das Finale wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit (ich erinnere, dass die Vereinsleitung fast nicht mal zusehen durfte) still und heimlich am Sonntag zwischen Private eSports und den Warkidz ausgespielt. Über die Gründe kann man hier sicher noch einen 300 Seiten umfassenden Artikel schreiben, aber seien wir uns ehrlich: Counter Strike ist und bleibt in Österreich ein rotes Tuch. Als kleinen Denkanstoß an die Veranstalter: Wer selbst einen nordamerikanischen Verein der ein Counter Strike Team hat unterstützt und bei Fernsehübertragungen auf deren Jersey zu sehen ist, sollte das mit Abstand teilnehmerstärkste Turnier auf der LAN nicht verstecken. Was mir auf jeden Fall positiv in Errinnerung bleiben wird ist, dass Red Bull mit „Vitality“ ein Profi LoL Team auf die LAN eingeladen hatte und wie es der Zufall so wollte, hat uns am letzten Spieltag, in der gelungenen 36 Stunden Liga, genau dieses Team gecoached und uns Tips gegeben wie wir unsere Endgegner in League vielleicht doch noch schlagen könnten.
Team Vitality scheiterte beim Versuch uns zu coachen in League
Wie ihr lest bleibt mir nicht viel positives von dieser ersten RED BULL LAN. Ich denke man muss hier differenzieren. Auf mich hat diese Veranstaltung nicht wie eine LAN gewirkt, zumindest nicht so wie ich LAN’s kenne. Ich würde es eher als eine Art von Turnierveranstaltung bezeichnen mit extrem strengen Auflagen und Einschränkungen für die Teilnehmer. Nun heißt es für mich die Entwicklung abzuwarten, eventuell die nächste auslassen und Berichte abwarten, in wie weit sich diese Veranstaltung verbessert bzw. weiter entwickelt hat. Red Bull hat auch die Möglichkeit zur Verfügung gestellt in deren Discord Verbesserungsvorschläge zu hinterlassen. Ich werde mit Sicherheit, so lange es meine Gesundheit und mein berufliches Umfeld zulassen, weiter auf solche Veranstaltungen fahren, da sie in der Entwicklung des esports in Österreich eine tragende Rolle spielen und ich diese Entwicklung auf keinen Fall versäumen möchte. Fotos zu den beiden Veranstaltungen findet ihr in unserer Galerie. Bis dahin „never surrender“ euer root